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Wirtschaftslage Österreich 2026: Was KMU wissen müssen

Februar 12, 2026

Zwei Jahre Rezession, steigende Insolvenzen, eine Inflation, die den Mittelstand auffrisst. Und wie ist die Wirtschaftslage jetzt? Die gute Nachricht: 2026 sieht es zum ersten Mal seit Langem wieder besser aus. Die schlechte: Nicht für alle gleich. Wir haben die wichtigsten Wirtschaftsstudien Österreichs durchgearbeitet, vom WIFO über PwC, EY und Deloitte bis zur KSV1870-Insolvenzstatistik, und die Ergebnisse für Dich zusammengefasst. Nicht als trockene Zahlenwüste, sondern als das, was Du als Unternehmer:in wirklich wissen musst: Was kommt auf mein Geschäft zu? Welche Branchen ziehen an, welche kämpfen noch? Und wie kann ich mich jetzt aufstellen, um 2026 zu den Gewinnern zu gehören?

📋 Inhaltsverzeichnis

Rezession vorbei: BIP-Wachstum kehrt zurück

Österreich hat die längste Rezession der Zweiten Republik hinter sich. 2023 schrumpfte die Wirtschaft um 0,8 %, 2024 nochmals um 0,7 %. Laut der aktuellen WIFO-Prognose vom Dezember 2025 ist die Talsohle aber erreicht.

Die Zahlen:

  • 2025: +0,5 % BIP-Wachstum (Stabilisierung)
  • 2026: +1,2 % (Erholung)
  • 2027: +1,4 % (moderater Aufschwung)

WIFO-Direktor Gabriel Felbermayr spricht von einem „Licht am Ende des Tunnels“. Gleichzeitig warnt IHS-Direktor Holger Bonin: „Die aktuelle wirtschaftliche Erholung steht auf tönernen Füßen.“ Die Exportindustrie bleibt unter Druck, die öffentlichen Finanzen sind angespannt, und die US-Zollpolitik bringt neue Unsicherheiten.

Was das für Dich bedeutet: Die Wirtschaft wächst wieder – aber langsam. Wer jetzt investiert, hat einen Vorteil, solange die Konkurrenz noch zögert. Das WIFO prognostiziert steigende Investitionen ab 2026 – wer schnell ist, profitiert.

Wirtschaftslage: Balkendiagramm zeigt BIP-Wachstum Österreich 2022 bis 2027 laut WIFO Prognose. 2022: plus 5,3 Prozent in Türkis. 2023: minus 0,8 Prozent in Gelb. 2024: minus 0,7 Prozent in Gelb. 2025: plus 0,5 Prozent in Türkis. 2026: plus 1,2 Prozent in Türkis. 2027: plus 1,4 Prozent in Türkis. Negative Werte in gelb markiert zeigen Rezession 2023 und 2024. Positive Werte in türkis zeigen Erholung ab 2025 mit steigender Tendenz bis 2027.

Quelle: WIFO Konjunkturprognose, Dezember 2025

Inflation sinkt, die Kaufkraft erholt sich langsam

Die Inflation war einer der größten Stressfaktoren der letzten Jahre. Nach einem Höchststand von 8,6 % im Jahr 2022 und immer noch schmerzhaften 3,5 % im Jahr 2025 gibt es nun Entwarnung – zumindest teilweise.

  • 2026: Inflation fällt auf ca. 2,6 %
  • 2027: Weiter runter auf 2,5 %
  • EZB-Ziel (2 %): Noch nicht ganz erreicht

Warum der Rückgang? Anfang 2026 fällt der sogenannte Basiseffekt des Energiepreisanstiegs vom Jänner 2025 weg – das allein senkt die Rate um bis zu 1 Prozentpunkt.

Aber: Die Reallöhne bleiben 2026 unter Druck. Laut WIFO werden die Lohnzuwächse unter der Inflationsrate liegen. Erst 2027 wird wieder mit einem realen Einkommensplus gerechnet. Das heißt: Der Konsum bleibt gedämpft, besonders im Handel und in der Gastronomie.

Was das für Dein KMU bedeutet: Wenn Du im B2C-Bereich tätig bist (Handel, Gastronomie), rechne mit weiterhin zurückhaltendem Konsumverhalten. Im B2B-Bereich solltest Du Preiserhöhungen gut kommunizieren – Deine Kunden spüren die Inflation ebenfalls.

Liniendiagramm zeigt Inflationsrate Österreich 2022 bis 2027 laut WIFO Prognose. Türkise Linie mit Datenpunkten beginnt bei 8,6 Prozent im Jahr 2022, fällt auf 7,8 Prozent 2023, weiter auf 2,9 Prozent 2024, steigt leicht auf 3,5 Prozent 2025, sinkt dann auf 2,6 Prozent 2026 und erreicht 2,5 Prozent 2027. Gestrichelte horizontale Linie bei 2 Prozent markiert EZB-Zielwert. Fläche unter der Kurve ist hellblau schattiert. Trend zeigt deutlichen Rückgang von Höchststand 2022 auf fast EZB-Niveau 2027.

Quelle: WIFO Konjunkturprognose, Dezember 2025

Welche Branchen boomen und welche kämpfen noch?

Nicht jede Branche erlebt die Erholung gleich. Das EY Mittelstandsbarometer 2025 (über 500 Unternehmen befragt) zeigt massive Unterschiede:

Horizontales Balkendiagramm zeigt Geschäftslage nach Branche in Österreich laut EY Mittelstandsbarometer Dezember 2025, Anteil der Unternehmen mit guter Zufriedenheit. Von oben nach unten: Gesundheit und Life Science 80 Prozent in Türkis. Immobilien und Baugewerbe 58 Prozent in Türkis. Transport, Verkehr, Energie 57 Prozent in Türkis. Soziales und Wissenschaft 56 Prozent in Türkis. Tourismus 53 Prozent in Türkis. Handel und Konsumgüter 47 Prozent in Gelb. Finanz- und Dienstleistungen 47 Prozent in Gelb. Industrie 41 Prozent in Gelb, Schlusslicht. Werte über 50 Prozent in Türkis als positiv, unter 50 Prozent in Gelb als kritisch markiert. Gesundheitsbranche ist klarer Spitzenreiter, Industrie bildet Schlusslicht.

Quelle: EY Mittelstandsbarometer, Dezember 2025 (über 500 Unternehmen befragt)

Was das für einzelne Branchen bedeutet:

Gesundheit & Apotheken (80 % zufrieden): Die Gesundheitsbranche ist der klare Gewinner. Für Apotheker:innen heißt das: Investitionsfreibetrag nutzen, Gewinnfreibetrag ausschöpfen, und bei guter Gewinnsituation an die Rechtsform denken (GmbH-Gründung kann sich ab bestimmten Gewinnschwellen lohnen).

Bau & Immobilien (58 % zufrieden): Besser als der Durchschnitt, aber Vorsicht: Die Bauwirtschaft erholt sich laut WIFO nur langsam. Gleichzeitig ist der Bau unter den Top-3-Branchen bei Insolvenzen (dazu gleich mehr). Wer im Bau tätig ist, sollte jetzt besonders auf Liquidität und Vorausplanung achten.

Industrie (41 % – Schlusslicht): Die Exportindustrie leidet weiter unter der Schwäche Deutschlands und den US-Zöllen. Wer hier aufgestellt ist, muss über Diversifizierung nachdenken.

Der Lichtblick: 30 % aller Mittelständler erwarten eine Verbesserung in den nächsten 6 Monaten, nur 9 % eine Verschlechterung. Im Vorjahr waren es noch 19 % Pessimisten. Die Stimmung dreht sich.

Die dunkle Seite: 19 Insolvenzen pro Tag

Trotz aller Erholung: Die Insolvenzwelle ist real. Die Zahlen des KSV1870 sprechen eine klare Sprache:

  • 6.857 Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2025 (+4,1 % gegenüber 2024)
  • Das sind 19 Firmenpleiten pro Tag
  • Gesamtpassiva: 8,38 Milliarden EUR
  • 21.400 betroffene Arbeitnehmer:innen
  • 54.400 betroffene Gläubiger:innen (+8,2 %)

Die am stärksten betroffenen Branchen: Dienstleistungen, Handel und Bau. Diese drei machen fast die Hälfte aller Insolvenzen aus.

Liniendiagramm zeigt Unternehmensinsolvenzen pro Jahr in Österreich 2019 bis 2025 laut KSV1870. Türkise Linie mit Datenpunkten startet 2019 bei 5.235 Fällen, fällt stark auf 3.064 im Jahr 2020, erreicht Tiefpunkt 2021 bei 2.904 Fällen mit Annotation COVID-19 Stundungen, steigt dann kontinuierlich auf 4.741 im Jahr 2022, 5.371 im Jahr 2023, 6.550 im Jahr 2024 und erreicht Rekordhoch 6.857 Fälle im Jahr 2025. Fläche unter Kurve hellblau schattiert. Deutlicher V-förmiger Verlauf: COVID-bedingter Einbruch 2020-2021, dann steiler Anstieg auf historisches Hoch 2025, was 19 Pleiten pro Tag entspricht.

Quelle: KSV1870 Hochrechnung, Dezember 2025

Warum steigen die Insolvenzen, obwohl die Wirtschaft sich erholt?

Die Antwort ist der sogenannte „Nachholeffekt“: Während der COVID-Jahre 2020/2021 wurden Insolvenzen durch staatliche Stundungen und Hilfspakete künstlich niedrig gehalten (unter 3.100 Fälle). Viele Unternehmen, die eigentlich schon damals in Schwierigkeiten waren, gehen erst jetzt in die Insolvenz. Dazu kommen die Nachwirkungen der Inflation und der Zinswende.

Was das für Bauunternehmen bedeutet: Der Bau ist besonders gefährdet. Lange Zahlungsziele, hohe Materialkosten und die Abhängigkeit von wenigen Großaufträgen machen die Branche anfällig. Wer im Bau arbeitet, sollte:

  • Liquiditätsplanung monatlich prüfen
  • Forderungsmanagement verschärfen
  • Steuerliche Rücklagen bilden, um Nachzahlungen abzufangen
  • Bei den ersten Warnsignalen mit dem Steuerberater sprechen – nicht erst, wenn es zu spät ist

Was sagen die CEOs? Österreich vs. die Welt

Die PwC CEO Survey 2026 (4.454 CEOs weltweit, davon 34 aus Österreich) zeigt ein ernüchterndes Bild: Österreichische Unternehmensführer:innen sind bei praktisch jedem Indikator pessimistischer als der globale Durchschnitt.

Gruppiertes Balkendiagramm vergleicht österreichische und globale CEOs laut PwC CEO Survey Januar 2026, Anteil Zustimmung in Prozent zu vier Indikatoren. Erste Gruppe Wachstumserwartung: Österreich 24 Prozent in Gelb, Global 61 Prozent in Dunkelgrau, Differenz minus 37 Prozentpunkte. Zweite Gruppe Umsatzsteigerung: Österreich 12 Prozent in Gelb, Global 30 Prozent in Dunkelgrau, Differenz minus 18 Prozentpunkte. Dritte Gruppe KI bringt mehr Umsatz: Österreich 18 Prozent in Gelb, Global 30 Prozent in Dunkelgrau, Differenz minus 12 Prozentpunkte. Vierte Gruppe Langfristige Planung: Österreich 11 Prozent in Gelb, Global 26 Prozent in Dunkelgrau, Differenz minus 15 Prozentpunkte. Österreichische CEOs bei allen vier Indikatoren deutlich pessimistischer als globaler Durchschnitt, größter Unterschied bei Wachstumserwartung.

Besonders auffällig: Nur 11 % der österreichischen CEOs fokussieren sich auf langfristige Planung. 56 % der Zeit fließt in kurzfristige Problemlösung. Das ist ein Warnsignal – denn wer nur Brände löscht, baut kein zukunftsfähiges Unternehmen.

Auch beim Thema KI hinkt Österreich hinterher: Nur 18 % der CEOs erzielen durch KI höhere Umsätze, im globalen Schnitt sind es 30 %. Das bedeutet: Wer jetzt in Digitalisierung und KI investiert, hat einen echten Wettbewerbsvorteil.

Die größten Bedrohungen für Unternehmen 2026

Was hält CEOs und CFOs nachts wach? Die Kombination aus PwC CEO Survey und Deloitte CFO Survey ergibt ein klares Bild der Top-Risiken:

Horizontales Balkendiagramm zeigt Top-Bedrohungen für Unternehmen 2026 laut PwC CEO Survey und Deloitte CFO Survey, Anteil Nennung in Prozent. Von oben nach unten: Makroökonomische Unsicherheit 24 Prozent in Dunkelgrau. Cyberrisiken 24 Prozent in Dunkelgrau, gleichauf mit Platz eins. Inflation 18 Prozent in Gelb. Geopolitische Konflikte 15 Prozent in Gelb. Regulierung 12 Prozent in Türkis. Fachkräftemangel 7 Prozent in Türkis. Makroökonomie und Cyber teilen sich Spitzenposition als größte Sorgen mit je 24 Prozent, gefolgt von Inflation und Geopolitik als mittlere Bedrohungen, Fachkräftemangel trotz Relevanz nur auf letztem Platz.

Quellen: PwC CEO Survey 2026, Deloitte CFO Survey Herbst 2025, EY Cybersecurity Studie 2025

  1. Makroökonomische Unsicherheit (24 %): Konjunkturschwankungen, Zinsentwicklung, schwache Binnennachfrage
  2. Cyberrisiken (24 %): 32 % aller österreichischen Unternehmen wurden in den letzten 5 Jahren Opfer eines Cyberangriffs (EY Cybersecurity Studie) und die Zahl steigt jährlich um 10 Prozentpunkte
  3. Inflation (18 %): Zwar sinkend, aber immer noch über dem EZB-Ziel
  4. Geopolitische Konflikte (15 %): US-Zölle, Ukraine-Krieg, China-Risiken
  5. Regulierung (12 %): 80 % der CFOs sehen zunehmende Regulierung als Belastung (Deloitte CFO Survey)
  6. Fachkräftemangel (7 %): Laut EY Mittelstandsbarometer seit Jahren die „größte Wachstumsbremse“

Was Dein KMU daraus lernen kann:

Die beiden größten Bedrohungen – Makrounsicherheit und Cyber, kannst Du nicht vermeiden, aber Du kannst Dich absichern:

  • Gegen Makrounsicherheit: Cashflow-Planung, Steueroptimierung, Rücklagenbildung. Dein Steuerberater hilft Dir, aus jedem verdienten Euro das Maximum herauszuholen.
  • Gegen Cyberangriffe: IT-Sicherheitsmaßnahmen sind als Betriebsausgaben voll absetzbar. Cybersecurity-Versicherungen ebenfalls. Und: Wer nachweislich in Sicherheit investiert, steht bei einer Betriebsprüfung besser da.

Was bedeutet das alles für Dein KMU?

Hier die wichtigsten Kennzahlen für 2025–2027 auf einen Blick:

Gruppiertes horizontales Balkendiagramm zeigt Wirtschaftsprognose Österreich 2025 bis 2027 für sechs Kennzahlen laut WIFO und WKO Prognosen Stand Dezember 2025. Erste Zeile BIP real: 2025 plus 0,5 Prozent in Hellblau, 2026 plus 1,2 Prozent in Mittelblau, 2027 plus 1,4 Prozent in Dunkelblau, steigende Tendenz. Zweite Zeile Inflation: 2025 plus 3,5 Prozent in Hellblau, 2026 plus 2,6 Prozent in Mittelblau, 2027 plus 2,5 Prozent in Dunkelblau, sinkende Tendenz. Dritte Zeile Arbeitslosenquote: 2025 plus 6,9 Prozent in Hellblau, 2026 plus 6,7 Prozent in Mittelblau, 2027 plus 6,4 Prozent in Dunkelblau, leicht sinkend. Vierte Zeile Investitionen: 2025 plus 1,0 Prozent in Hellblau, 2026 plus 1,5 Prozent in Mittelblau, 2027 plus 2,1 Prozent in Dunkelblau, deutlich steigend. Fünfte Zeile Exporte: 2025 plus 1,4 Prozent in Hellblau, 2026 plus 1,4 Prozent in Mittelblau, 2027 plus 1,8 Prozent in Dunkelblau, moderat steigend. Sechste Zeile Budgetdefizit in Prozent BIP: 2025 minus 4,6 Prozent in Hellblau, 2026 minus 4,2 Prozent in Mittelblau, 2027 minus 4,0 Prozent in Dunkelblau, Defizit schrumpft aber bleibt über EU-Grenze. Gesamtbild zeigt moderate wirtschaftliche Erholung mit sinkendem Preisdruck und steigenden Investitionen, aber anhaltendes Budgetdefizit über Maastricht-Kriterium.

Quellen: WIFO/IHS Konjunkturprognose, WKO, Dezember 2025

Die Inflation sinkt – aber das Budgetdefizit bleibt hoch. Das Defizit von -4,2% (2026) liegt weit über dem EU-Stabilitätsziel von -3%. Die Regierung hat deshalb ein Sparpaket geschnürt, das laut WIFO das BIP-Wachstum 2026 um 0,3 Prozentpunkte bremst. Was bedeutet das konkret? Förderungen könnten gekürzt werden, und neue Steuerbelastungen sind nicht ausgeschlossen. Wer 2026 Investitionen plant, sollte bestehende Förderungen (Investitionsfreibetrag, Forschungsprämie, aws-Förderungen) jetzt sichern – solange sie noch in der aktuellen Form bestehen.

Der Arbeitsmarkt entspannt sich leicht. Die Arbeitslosenquote sinkt von 6,9% auf 6,4% bis 2027. Das klingt gut, hat aber eine Kehrseite: Für KMU wird es weiterhin schwer, qualifizierte Mitarbeiter:innen zu finden. Das EY Mittelstandsbarometer bestätigt: Fachkräftemangel bleibt die „größte Wachstumsbremse“ – seit Jahren unverändert auf Platz 1 der Sorgen. Gleichzeitig planen laut Deloitte 44% der CFOs Personalabbau. Ein Widerspruch? Nein: Große Unternehmen bauen ab, KMU suchen – wer jetzt attraktive Arbeitsbedingungen bietet (steuerfreie Prämien, Homeoffice, Weiterbildung), kann von den Freisetzungen der Großen profitieren.

Die 5 wichtigsten Maßnahmen für 2026:

  1. Liquidität sichern: Die Insolvenzwelle zeigt: Cash is King. Prüfe Deine Zahlungsziele, Dein Mahnwesen und Deine Rücklagen.
  2. Steuervorteile 2026 ausschöpfen: Investitionsfreibetrag (bis 15 %), Gewinnfreibetrag (bis 46.400 EUR), Forschungsprämie (14 %) – viele KMU lassen hier bares Geld liegen.
  3. Rechtsform prüfen: Bei steigenden Gewinnen kann ein Wechsel von Einzelunternehmen zur GmbH tausende Euro an Steuern sparen. Die Schwelle liegt oft niedriger, als man denkt.
  4. In Digitalisierung investieren: Österreich hinkt bei KI hinterher (nur 18 % der CEOs verdienen damit Geld). Wer jetzt digitalisiert, verschafft sich einen echten Vorsprung und kann Kosten steuerlich geltend machen.
  5. Vorausschauend planen: 56 % der österreichischen CEOs verbringen ihre Zeit mit kurzfristiger Problemlösung. Nimm Dir bewusst Zeit für Strategie. Ein guter Anfang: Ein Steuerplanungsgespräch, das über den Jahresabschluss hinausdenkt.

Fazit: 2026 wird das Jahr der Chancen

Die Rezession entspannt sich langsam, aber der Aufschwung kommt nicht von allein. Die Daten zeigen klar: Wer jetzt aktiv wird, Liquidität sichert, Steuervorteile nutzt und in die Zukunft investiert, hat die besten Karten. Ob Du eine Apotheke führst, ein Bauunternehmen leitest oder ein anderes KMU betreibst, Die Wirtschaftslage 2026 bietet Chancen, die es seit Jahren nicht mehr gab. Aber sie bietet auch Risiken, die man nicht ignorieren sollte.

Du willst wissen, was die Wirtschaftslage 2026 konkret für Dein Unternehmen bedeutet? Wir bei Team23 übersetzen Studien in Strategie. Vereinbare ein unverbindliches Gespräch und lass uns gemeinsam schauen, wie Du 2026 das Beste aus Deiner Situation machst.

Quellen: WIFO Konjunkturprognose Dez 2025, IHS Konjunkturprognose Dez 2025, PwC 29. Global CEO Survey Jän 2026, EY Mittelstandsbarometer Dez 2025, Deloitte CFO Survey Herbst 2025, KSV1870 Insolvenzstatistik 2025, EY Cybersecurity Studie 2025, WKO Wirtschaftslage und Prognose

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie wird sich die Wirtschaft 2026 entwickeln?

Österreichs Wirtschaft erholt sich 2026 mit einem prognostizierten BIP-Wachstum von +1,2% nach zwei Jahren Rezession. Die Inflation sinkt auf 2,6%, die Arbeitslosigkeit geht leicht auf 6,7% zurück. Allerdings verläuft der Aufschwung ungleich: Gesundheit und Tourismus profitieren zuerst, Industrie und Handel erholen sich verzögert. Das WIFO spricht von einem „Licht am Ende des Tunnels“, warnt aber vor einem fragilen Aufschwung.

Wird es 2026 eine Wirtschaftskrise geben?

Nein, 2026 markiert das Ende der Rezession, nicht den Beginn einer neuen Krise. Die Zahlen zeigen klar: Nach -0,8% (2023) und -0,7% (2024) wächst die Wirtschaft wieder. Allerdings bleibt das Insolvenzrisiko hoch – 2025 gab es 6.857 Unternehmenspleiten (19 pro Tag), besonders im Handel, Bau und Dienstleistungssektor. Für KMU ist 2026 daher kein „sicheres“ Jahr, aber definitiv besser als die Vorjahre.

Welche Branchen wachsen 2026 am stärksten?

Laut EY Mittelstandsbarometer sind Gesundheit/Life Science (80% Zufriedenheit), Immobilien & Bau (58%), Transport/Energie (57%) und Tourismus (53%) die Gewinner. Am härtesten trifft es die Industrie (nur 41% zufrieden) und den Handel (47%). Apotheken und Gesundheitsdienstleister haben 2026 die besten Wachstumschancen, während exportabhängige Industriebetriebe weiter unter Druck stehen.

Wie sehen die globalen Aussichten für 2026 aus?

Global optimistischer als in Österreich: 61% der weltweiten CEOs erwarten Wachstum (Österreich: nur 24%). Hauptrisiken sind laut PwC und Deloitte: Makroökonomische Unsicherheit (24%), Cyberrisiken (24%), Inflation (18%) und geopolitische Konflikte (15%). Die globale Wirtschaft erholt sich schneller als Österreich, besonders in den USA und Asien. Europa bleibt durch die Schwäche Deutschlands gebremst.

Warum ist 2026 ein wichtiges Jahr für Unternehmer?

2026 ist eine Weichenstellung: Wer jetzt in Digitalisierung, Mitarbeiterbindung und steuerliche Optimierung investiert, verschafft sich einen Vorsprung, solange die Konkurrenz noch zögert. Die Investitionen steigen laut WIFO von +1,0% (2025) auf +1,5% (2026) – wer schnell ist, profitiert. Gleichzeitig bleibt das Insolvenzrisiko hoch, weshalb Liquiditätsplanung und Steuervorteile (Gewinnfreibetrag, Investitionsfreibetrag) entscheidend sind.

Was bedeutet die Wirtschaftslage 2026 für KMU konkret?

Für KMU heißt es: Vorsichtig optimistisch bleiben. Die fünf wichtigsten Maßnahmen sind: 1) Liquidität sichern (Cash is King bei 6.857 Insolvenzen), 2) Steuervorteile ausschöpfen (bis 13.000 EUR durch Gewinnfreibetrag), 3) Rechtsform prüfen (GmbH ab ca. 60.000 EUR Gewinn), 4) In Digitalisierung investieren (nur 18% der AT-CEOs verdienen mit KI Geld), 5) Langfristig planen (56% der CEOs stecken in Kurzfrist-Problemlösung fest).

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